Mittwoch, 13. April 2011

Falta poquito...

...y me voy al NORTEEE!!! =) Schon morgen sitze ich im Bus nach Bahia Blanca, um dann am Samstag nach Mendoza aufzubrechen. Ich bin richtig im Reisefieber. :)
Man merkt dass der Herbst Einzug gehalten hat, der Wind ist noch stärker als sonst, die Blätter färben sich allmählich gelb, es regnet und das Licht ist golden. Heute war demnach der Sportplatz fast menschenleer und als dann der Regen begann waren erst recht alle weg. Nicht ich und meine Trainingspartner, wir haben noch tapfer unsere Übung zu Ende gebracht und haben dann erst Schutz vor dem Regen gesucht. Zu Hause habe ich mir dann erst mal durchgefroren eine heiße Dusche, einen Tee und Marmeladentoast gegönnt und mich dann auf die Couch verkrümelt um einen Film zu sehen, während draußen der Wind heulte und der Regen ans Fenster prasselte. Ich mag Herbst. xD
Allerdings bedeutet es gar nichts dass es momentan schlechtes Wetter gibt, schon morgen können es wieder 28 Grad und Sonnenschein sein, das Wetter dreht hier ein bisschen am Rad. =)

Dienstag, 12. April 2011

Zzz....

Ich bin hundemüde. Und würde mich am liebsten sofort ins Bett legen. Am Wochenende war es nämlich wieder einmal spät, ich war Geburtstag feiern und dann noch im Ku und bin dementsprechend erst um 6 Uhr morgens wieder nach Hause gekommen. Sechs Stunden später bin ich dann wieder aufgestanden, um an den Strand zu fahren wo wir im Haus meiner abuelos (Familie 2, Bernardos Eltern) den Geburtstag meines abuelos gefeiert haben. :) Es gab leckere Lasagne und natürlich zwei köstliche Torten.
Ich hab mich dann bei schönstem Herbstwetter (Sonne, aber ein frischer Wind) mit einem Buch an die Küste gesetzt, gelesen und dem Rauschen der Wellen zugehört. Danach bin ich noch eine kleine Runde spazieren gegangen (um das Völlegefühl loszuwerden ;) ) und mein kleiner Bruder hat mich noch im Quadri mitgenommen. Was ihm auch sehr gefallen hat weil ich- im gegensatz zu meiner abuela- nicht bei jeder bodenwelle im Sand "langsamer" sondern "SCHNELLER!" gerufen hab. xD So hatten wir beide unsern Spaß.
Abends ging es dann noch zum Empanadas-Essen zu Gabys Bruder Daniel, um 11:30 waren wir wieder in Trelew und ich bin erschöpft in die Kissen gesunken. Denn schon war ein Wochenende wieder im Flug vergangen und am nächsten Morgen hieß es um 6:15 raus aus den Federn. Und der Schulaltag begann von neuem, ich muss jetzt sogar fast den ganzen Schultag lang arbeiten, vor allem wenn Info und Politikwissenschaften auf dem Programm stehen und dann meinte mein Info-Lehrer noch ich sollte doch bitte die zwei Hausarbeiten, die die anderen schon vor Ewigkeiten eingereicht hatten nachholen und bis Donnerstag einreichen. Ich erkenne den Sinn nicht richtig, weil ich doch sonst immer im Unterricht mitarbeite und auch die folgenden Arbeiten alle erledigt hatte, aber ich glaube er hat einfach erkannt, dass meine allerliebste Freizeitbeschäftigung Informatik ist! ^^
Nachmittags konnte ich dann schön meine Wut auf dem Sportplatz auslassen, ich trainiere jetzt sogar schon mit den "Guten", was mich natürlich auch schneller an meine Grenzen stößen lässt aber so bin ich zum Beispiel am Freitag 5 km in sehr zügigem Tempo gelaufen und sogar angekommen. xDD Man wat war ich stolz! xDD
Gestern Abend war dann auch wieder Rotary, bei der Gelegenheit habe ich auch von der Rotary-Rock-Nacht in Magdeburg erzählt und alle waren begeistert und beeindruckt als ich von der gesammelten Spendensumme berichtete. Ich hab auch meine 300 Peso von März und April in meinen Händen, erst wollten sie mir nur März auszahlen bis ich vorsichtig anfragte ob das so bis Juli weitergehen sollte, dass sie mir immer nur einen Monat begleichen wollen und die anderen 150 peso immer in den neuen Monat mit reinnehmen. =)
Demnach war ich auch erst entsprechend spät im Bett, dann konnte ich auch nicht schlafen und schon nach vier Stunden Schlaf klingelte erbarmungslos der Wecker. Ich bin deshalb sehr müde, zwar habe ich noch eine Stunde friedlich auf meiner Schulbank geschlummert, aber ein Bett ist eben ein Bett. Und gleich gehe ich noch mein Busticket kaufen, deeeeeeeeeeeeeeeennn in schon DREI TAGEN fahre ich nach Bahia Blanca und es geht auf die NOOOOORDREISE!!!!! :D JUHUUUU!!! :D Also nichts mit Siesta heute. Denn danach möchte ich noch meinem Papusch ein Ständchen via Skype singen, ich möchte ihm an dieser Stelle noch mal ganz ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren, ihr wisst ich vermisse euch und fände es so toll euch hier zu haben. =)
Aber morgen ist frei- Lehrerfortbildung. xD

Donnerstag, 31. März 2011

Der Gesang der Stille

Ich schaute in die Tiefe der Berge hinein. Beobachtete das Spiel des Lichtes mit den Bäumen. Das Wasser des Sees schwappte leise knapp an meine Füße heran. Ich breitete meine Arme aus. Und ein Schrei entfuhr meiner Kehle. Ein Schrei von absoluter, unendlicher Freiheit. Ein Schrei voll von Glück.

Am Donnerstag wurde mit einem Feiertag an die Machtergreifung des Militär am 24.März 1976 und den Beginn des bis 1983 andauernden Militärregimes gedacht. Da ja der Freitag dann ein wundervolles langes Wochenende bietet wurde er gleich mit zum Feiertag erklärt und als „Tag des Tourismus“ verkauft. Kurz: Eine Aufforderung die vier Tage zu nutzen und durchs Land zu reisen um den Tourismus anzukurbeln. Das hat meine Familie dann auch gleich wahrgenommen, wir haben uns am Mittwochnachmittag ins Auto gesetzt und uns auf die siebenstündige Fahrt in das Andendorf Corcovado gemacht, das ungefähr 100 Kilometer von Esquel entfernt ist.
Ich war beeindruckt wie facettenreich eine einzige Provinz sein kann. Mit Playa Union bietet sie einen ausgezeichneten Küstenort, ungefähr in der Mitte der Provinz beginnen dann „Los Altares“, Berge in Form von Altären, die durch den Steinabbau entstanden sind und auf der anderen Seite Chubuts tritt man ein in die wunderschöne Bergwelt. Um 19:30 abends waren wir dann in Corcovado, die Sonne begann langsam unterzugehen doch wir konnten noch einen Blick auf die kleinen Häuser und Lädchen erhaschen und ich war ganz fasziniert von der alten Tankstelle, die aus vier kleinen Zapfsäulen bestand, fernab von Modernisierung.


Wir machten es uns in einem kleinen, aber gemütlichen Bungalow bequem und starteten am nächsten Tag in den frischen aber wunderschönen Morgen. Wir fuhren ein bisschen durch die Umgebung Corcovados, ursprünglich um Rafting zu suchen, aber am Donnerstag wollte niemand arbeiten, also bewunderten wir einfach so die unberührte Schönheit der Anden. Zudemist diese Gegend reich an Forellen (die eifrig sprangen) und Lachsen. von letzteren haben wir leider keine springen sehen, allerdings drehte nahe am Ufer ein riesiges Exemplar (manche Lachse wiegen 23 Kilo) gemütlich seine Runden und verschwand dann in den Tiefen des Rios Chubut, der sich einmal von den Anden bis zum Meer durch die ganze Provinz schlängelt. Mit Mate und ein paar Keksen blieben wir fast eine Stunde an einer besonders schönen Flussstelle, ich bin sogar auf ein paar Felsen geklettert von denen man einfach einen atemberaubenden Blick auf den in Sonnenlicht gebadeten Fluss hatte. Irgendwann machten wir uns wieder auf, um noch ein bisschen am Ufer langzufahren und wir entdeckten eine etwas abgelegene und friedliche Uferstelle über die eine Art Hochseilkonstruktion mit einem eingehängten Kasten mit SItzbrett war. Ein Schild sagte es handle sich hierbei um Privateigentum und das Überqueren des Flusses mit dem Kasten wäre verboten. Schon waren wir fast wieder auf dem Rückweg, als zwei Mütter mit ihren Kindern in Begleitung einer alten Dame erschienen. Die Kinder kletterten gleich in den Kasten und halfen der Dame auf die andere Seite überzusetzen wo schon ein Ochsenkarren wartete. Die eine Mutter begann sofort draufloszuerzählen, sie würden jeden Tag auf dem Weg zur Schule und wieder nach Hause den Fluss so überqueren und viel weiter oben läge ein Hof. Und dann fragte sie ganz spontan ob wir nicht Lust hätten es kennenzulernen. Wir sagten natürlich sofort ja und ich überquerte in einem Kasten den Fluss. :) Der Ochsenkarren war extra für die alte Dame, die Schwester des Besitzers Don Busto, gekommen, um ihr hinauf zu helfen. Und so zuckelten die Ochsen los und wir liefen hinterher. Auf der Mitte der Strecke kamen uns dann zwei Reiter entgegen, die sich von Don Busto (der auch auf dem Karren saß) Pferde geliehen hatten und sie nun zurück geben wollten. Don Busto lud dann Luciano, Lean und mich ein doch auf den Pferden den restlichen Weg zurückzulegen und so trotteten wir zu Pferd den Berg hoch. Und auf einmal öffneten sich die Hügel, die uns links und rechts des Weges begleitet hatten und wir fanden uns auf einer großen und einfach wunderschönen Hochebene wieder. Wir schauten auf die sonnenbeschienenen Weideflächen, die grasenden Pferde und Schafe, das kleine Holzhaus mit rauchendem Kamin- all das sanft zwischen den Berggipfeln eingebettet. Luciano und ich durften dann noch über die Ebene traben und galoppieren und als wir uns dann in der Dämmerung verabschiedeten wollten wir am liebsten nie mehr gehen.



Der nächste Tag begann mit einem Grenzübergang nach Chile wo wir in einem kleinen chilenischen Dorf nach einem Restaurant zum Mittagessen suchten. Irgendwie hatten alle geschlossen und schon hatten wir fast aufgegeben, als uns auf der Straße ein mann, der uns gehört hatte, hausgemachte Empanadas anbot, er würde nur schnell seiner Frau Bescheid sagen. Und so kamen wir eine knapper Stunde später in den Genuss von köstlichen Empanadas! =) Auch wenn Chile und Argentinien an dieser Stelle nur 10 Minuten Autofahrt trennen bemerkt man sofort den Unterschied. Schon ist die Vegetation üppiger, die Leute sprechen schneller und undeutlicher, sind im allgemeinen kleiner, und ähneln mehr dem Klischee-Bild eines Südamerikaners. Dunklere Hautfarbe, dunkles Haar, breiteres Gesicht. Die Landschaft, die wir auf dem Weg nach Futaleufu durchquerten war von einer asußergewöhnlichen Schönheit. Flüsse, Berge, viel Grün und Blumen- ein Traum von Natur. Und dann stand ich auf einer kleinen Steinzunge, die in einen See hereinreichte, um mich herum die Berge, das Wasser glänzte und ich breitete die Arme aus und schrie einfach in den Berg hinein. Es war ein Gefühl von unendlicher Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten. Auf einmal hat man die Kraft alles zu schaffen. Es war ein unvergessliches Erlebnis so die Berge zu leben. 
Dieser Tag in Chile war der einzige des Wochenendes mit bewölktem Himmel und sogar Regen in Futaleufu aber selbst die grauen Wolken konnten diese Schönheit nicht verstecken. So kamen wir dann am späten Abend, nach erneuter Grenzüberquerung (am Grenzposten habe ich übrigens zwei Deutsche aus München kennengelernt xD) in Trevelin, Argentinien an. Dieser Bungalow war einfach unglaublich gemütlich, alles aus Holz, die Heizung gluckerte leise vor sich hin und die Wolldecken waren flauschig. xD Am nächsten Tag machten wir dann eine organisierte Pferdetour. Vorher hatten wir noch eine Forellenaufzuchtsstation besucht, die zur Auffüllung der Seen dient. Von 5000 Eiern überleben in der freien Wildbahn 2 "Erwachsene" und in der Aufzucht immerhin 17. Danach ging es mit einem Gaucho zu Pferd und in flottem Trab, begleitet von drei Hunden, auf einen Berggipfel von dem man eine hervorragende und tolle Aussicht auf Trevelin und den Chubut hatte. Am Ende durften Luciano und ich sogar galoppieren. xD Wieder auf dem Hof haben dann Luciano und ich noch versucht ein lamm zu fangen, was extrem schwer ist aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft und ich hab einem zuckersüßen Lamm einen Kuss auf die Stirn gedrückt. xD Abends haben wir dann noch Karten gespielt und gekniffelt und uns völlig erschlagen in die Federn geworfen.
Am näöchsten Morgen ging es dann noch auf einen kurzen Ausflug in den "Parque Nacional de los Alerces", das letzte Mal hatte ich ihn im November gesehen und da dachte ich dass ich nie mehr zurückkehren würde. So war es etwas merkwürdig ohne die Gruppe am Ufer des Sees zu sitzen und einfach der Stille zu lauschen. Eine solch vollkommene Stille, dass man den leisen Gesang der Berge vernehmen konnte. 










Ein wunderschönes Wochenende war zu Ende, eines der besten meines Lebens und ich bin meiner Familie so dankbar, dass sie mir diese wundervollen Orte gezeigt haben. Muchas Gracias mi querida familia, los quiero muchisimo!!!

Mittwoch, 9. März 2011

Mein erster Schultag

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich mit dieser Überschrift begonnen meinen allerersten Schultag in meiner Schule hier in Trelew zu schildern. Und heute, nach drei Monaten unvergesslicher Ferien, ging dann der Schulalltag doch wieder los. Fast hatte ich vergessen wie es ist morgens in der Frühe aufzustehen und mit Schuluniform zur Schule zu fahren. Nach drei Monaten in Shorts und T-Shirt durfte ich mich heute wieder in den Genuss des „Krankenschwesterkittels“ begeben. Ich muss ehrlich sagen dass ich im ersten Moment das Gefühl hatte am engen Kragen und der Krawatte ersticken zu müssen. Das dabei noch so um die 27 Grad Außentemperatur herrschen, macht es nicht wirklich angenehmer. Heute ging es dann erstmal schonend los, wir mussten nur den „acto“, die Veranstaltung zum Jahresbeginn im Theater absitzen, die sogar mit einer Stunde relativ kurz war. Allerdings hatten sich die unteren Jahrgänge etwas ganz Feines ausgedacht und führten ein leicht befremdendes Stückchen über die Begegnung von Don Bosco und Jesus vor. Dabei waren die beiden überdimensionale Pappfiguren, die weiß im Schwarzlicht vor sich hin tanzten, dazu kamen dann noch einige eher undefinierbare Objekte und tanzende Buchstaben, die die Worte „vengan y vean“ (kommt und seht) formten. Auch wenn es mir sehr Leid für die „Künstler“ tat konnte sich der gesamte Saal ein Lachen nicht verkneifen. Als Sahnehäubchen begann auch noch der Religionsbeauftragte der Schule zu einem sehr elegisch geträllertem Lied vom Band tausendmal die Botschaft „vengan y vean“ zu wiederholen, ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, aber gestoppt habe ich bei 10 Mal. Doch auch das war irgendwann überstanden, wir wurden noch von unserer Stufenkoordinatorin in ein paar organisatorische Punkte eingeweiht, und zwischendurch kam dann die Erkenntnis dass für die meisten meiner Freunde jetzt das allerletzte Jahr in der Schule angefangen hatte und ich für ein halbes Jahr zum Abschlussjahrgang gehören würde.
Nach der Schule bin ich noch mit ein paar Freunden zu einem Freund nach Hause gegangen, einige Mate und Sandwichs später bin ich dann mit Luu (die jetzt fast nebenan wohnt) nach Hause gefahren.
Seit anderthalb Wochen ist jetzt die Familie Jan mein Zuhause und ich fühle mich schon so wohl und heimatlich, als würde ich mehr als einen Monat in diesem Haus leben. Ich hab ein tolles Zimmer, auch wenn es (da unter dem Dach gelegen) in den letzten Tagen eher an einen Ofen erinnerte, ich liebe meine Brüder schon wie richtige Geschwister und bin sehr froh über das Glück dass ich mit dieser Gastfamilie habe. In der letzten Woche habe ich dann auch zusammen mit meiner Mama Gaby im Fitnessstudio angefangen, was bei 35 Grad Außentemperatur und dank Stromausfall ausgefallenem Ventilator wahren Kampfgeist bewies. Der Kurs in dem ich bin, lässt sich gut als Bauch-Beine-Po-Kurs für über 30-jährige beschreiben, ich hab trotz der Tatsache dass ich mit Abstand die jüngste bin meinen Spaß, ich merke wie ich etwas tue und die Argentinier die nebenan an den Geräten arbeiten sind noch einmal zusätzliche Motivation. ;)
Also, ich fühle mich pudelwohl, bin sehr sehr glücklich und freue mich darüber dass ich auf einmal mit meinen Schulkameraden richtig reden kann und losplappere wie ein Wasserfall, was vor sechs Monaten einfach undenkbar war. Ich freue mich wieder in der Schule zu sein, alle wiederzusehen und bin gespannt wie der morgige Schultag so wird. =)
Vom Strand habe ich mich am Dienstag nach einem wunderschönen Wochenende, an dem ich das Meer in vollen Zügen genossen habe, dann endgültig verabschiedet, das nächste Wochenende soll schon deutlich frischer werden, der Sommer zieht langsam von dannen. Aber ich bin so dankbar für diese unglaublichen und unvergesslichen drei Sommermonate, die ich genießen durfte.

Samstag, 26. Februar 2011

Adiós Azopardo

Nachdem ich wieder in Trelew angekommen war stand erst mal der 60. geburtstag meines geliebten abuelos an. Natürlich gabs wieder ein Asado mit Cordero, das von meinem abuelo zubereitet immer noch ungeschlagen ist, und nach dem Essen wurden die Tische beiseitegeräumt und wild Cumbia getanzt. Dann noch gefühlte tausend Fotos mit der Familie (die auch gefühlte tausend Mitglieder hat) und die köstliche Torte wurde angeschnitten, die mit einer Gitarre am Lgerfeuer, Mate, einem Asador und Trommerln dekoriert war, da mein abuelo genau diese Art von Abenden liebt: mit einer Gitarre und Trommeln am Lagerfeuer sitzen, dabei einen Mate trinken und über dem Feuer brutzelt ein Lamm. Mein abuelo war zu Tränen gerührt dass ich da war, dass ich in der Familie war, hat mich mehrmals kräftig umarmt und auch ich war bewegt davon wie lieb und herzlich ich hier aufgenommen wurde.
Am Samstag gings zurück nach Playa, ich habe noch zwei Tage vollen Sonnenscheins am Meer genossen, doch am Montagabend brach dann eine Art Monsunregen aus, der auch fröhlich bis Donnerstag andauerte. Ich hatte zudem das Gefühl eine Bombendrohung für Playa Union verpasst zu haben, denn irgendwie waren alle bis auf mich nach Trelew gefahren und ich fand mich mutterseelenallein am Strand wieder. Deshalb habe ich danna uch beschlossen am Mittwochmorgen endgültig meine Zelte am Strand abzubrechen und bin in der Frühe mit Carlito nach Trelew zurückgekehrt. Fast wehmütig notierte ich dass die Zeit des Strands jetzt vorbei wäre und dankbar und überglücklich blickte ich auf diese drei wunderschönen Monate zurück, die ich in Carlitos Haus verlebt und gelebt hatte.
 Am Mittwochabend konnte ich endlich das lang erwartete Telefonta mit meinem Lieblingsbruder im Senegal führen und nach mehr als zwei Stunden haben wir uns dann wieder voneinander verabschiedet, überglücklich miteinander gesprochen haben zu können und in Hoffnung auf eine baldige Wiederholung.
Und dann kam das Thema des Familienwechsels. Ich wechsel morgen nach dem Mittagessen zu Ehren des 95 (!) Geburtstags von Gaby Großvater. Ich bin deshalb extra gestern mit meinen Freunden weggegangen und hab die Nacht mit ihnen genossen, damit ich heute ruhig zu Hause bleiben kann, um nicht das Geburtstagskind morgen mit klitzekleinen Schlafäuglein anzusehen und halb im Traume sagen zu müssen: "Mach weiter so, Alter Junge." Nein. xD
Mein Zimmer ist professionell in ein absolutes Chaos verwandelt, immerhin ist der Kleiderschrank schon leer, dafür der Boden fast komplett bedeckt, aber zwei Koffer sind fast voll und eine reisetasche ist auch schon  fertig. Yippieh! Es geht voran. xD Jetzt bin ich auch leicht erschöpft weil mir meine geliebte Hündin (grr) wieder Liebeslieder vor meinem Fenster gebellt hat, ich meine ich mag Tiere und ich glaube ich könnte nie eins töten aber bei Lola kommt manchmal die Lust auf es wenigstens zu versuchen. ;) =)
Meine abuela steht in der Küche und macht zu meinen Ehren Pizza casera, ich schreibe den letzten Blog von diesem Haus aus, die nächsten werden aus der Familie jan folgen. Ich freue mich natürlich sehr auf den Wechsel, aber auf der anderen Seite weiß ich wie sehr ich diese Familie vermissen werde. Ich blicke zurück auf sechs wundervolle Monate in diesem Haus, in denen ich wirklich glücklich war, und wenn ich unglücklich war mit einer großen und warmen Umarmung von meiner Mama und Tortas Fritas von meiner abuela getröstet wurde. Es war eine tolle Zeit in diesem Haus und ich bin so dankbar für alles was mir diese Familie an Wärme und Zuneigung gegeben hat. Muchisimas gracias familia Dominguez-Hughes, nunca olvidará el hermoso tiempo en su casa, era inolvidable y siempre van a estar en mi corazón!

Mittwoch, 23. Februar 2011

Buenos Aires is calling

"Theresaaaa...bleib bei mir!!!"
So rief die Millionenmetropole, als sich die Hochhäuser langsam im Rückspiegel entfernten und die gerade aufgehende Sonne uns verabschiedete. Eine Woche in einer der vielseitigsten und aufregendsten Städte, die ich je gesehen habe. Eine Woche in einer Stadt, in der nur eine Starßenecke der Eingang in eine völlig andere Welt sein kann. In der nur eine Brücke französischen Renaissance-Stil von moderner Hochhausstruktur trennt. In der zwei U-Bahn Stationen Theater- und Bankviertel verbinden.
Am Mittwoch ging es um 5 Uhr morgens Richtung Hauptstadt, der Kofferraum voll, die Rückbank vollständig besetzt. Kaum waren wie los gefahren kuschelte sich mein jüngster Bruder Leandro aus meiner zweiten Gastfamilie mit seinem Kissen auf meinen Schoß und schlief ein. Und ich habe zugeschaut wie die Lichter von Trelew langsam verschwanden und ihm dabei über den Kopf gestreichelt. Dann ließ sich auch Luciano auf Leandros Schulter fallen und auch  meine Äuglein wurden immer schwerer und schwerer. Eigentlich lässt sich von der Fahrt nichts Spektakuläres berichten, wir haben fast die ganze Zeit geschlafen (ich habe Leandro wirklich gerne ein Nest auf meinem Schoß geboten, aber irgendwann, wenn die Sonne durch das Fenster knallt...und du dich deines Kissens im Rücken und des Kissens Leandros immer bewusster wirst.... xD), auch mal getanzt (soweit das die Rückbank zuließ :) ) und Mate getrunken. Das wirklich interessante ist wie viele Gesichter die Landschaft Argentiniens hat. Stunden um Stunden kann man durch die Wüsten bis Steppenähnliche Landschaft fahren ohne dass sich etwas verändert, doch sobald man den Rio Colorado überquert ist es, als hätte man ein anderes Land betreten. Ich wurde an Deutschland erinnert, als wir an endlosen Feldern (wunderschöne gelbe Sonnenblumen und Soja), Bäumen und Weidelandschaften vorbeifuhren (allerdings verändert sich auch diese Landschaft stundenlang nicht) und als wir nur noch 20 Minuten von der Hauptstadt entfernt waren, konnte ich mir gar nicht vorstellen dass hinter all diesen Feldern und Wiesen eine Millionenstadt auf mich wartete. Doch schon bald wurden die Werbetafeln dichter, die Häuser höher und als wir schließlich vor dem Apartment von Gabys Cousine hielten (diese weilte in Mexiko und hat uns liebevoller Weise ihre Wohnung samt Swimmingpool überlassen) und ich aus dem Auto stieg spürte ich sofort dass wir in einer Großstadt waren. Jede große Stadt hat den selben Duft, die selbe Atmossphäre und den selben Klang, auch wenn man-wie wir- eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt wohnt.






Der Donnerstag war dem Stadtrundgang gewidmet, der Einkaufsstraße Florida (nach 5 Monaten Chicken McNuggets bei Mc Donalds, yeah!!!! xD), der "Casa Rosada" (dem Regierungssitz der Präsidentin, die hier nicht Frau Kirchner sondern einfach nur Cristina genannt wird), der Kathedrale, Puerto Madera (dem keine 10 Jahre alten und "neu geschlüpften" "In"-Viertel, gläserne Hochhäuser, suabere Parks, Galerien und Restaurants mit horrenden Preisen), der "Wall-Street" in Buenos Aires, dem Luna Park, in den Shakira kommt wenn sie Argentinien besucht und einfach das genießen der alten Häuser, der prachtvollen Ministerien aller Art, den Tangotänzern auf der Straße, den Straßenhändlern, den Antiquitätenläden...usw. Am Abend waren wir dann völlig K.O., ich bin sofort in den Pool gehüpft, Leandro und Luciano anch einigem Zögern und Überredungskünsten (Ich: "Komm schon, das Wasser ist nicht so kalt" Leandro:"Okay...scheiße ist das Wasser kalt, du hast gesagt es wäre NICHT kalt" Ich:" Komm schon, so kalt ist es nicht, spring einfach rein" Leandro: "ch weiß nicht" Ich:"Wenn du nicht freiwillig gehst, komm ich und spritz dich nass" Leandro:" Okay...-Platsch- scheiße ist es kalt, ich geh wieder raus, wie kannst du sagen es wäre nicht kalt"....) auch und wenn man schon mal in Buenos Aires ist will natürlich die gesammelte Verwandtschaft (Gaby stammt aus Buenos Aires) dass man sie besucht. Also eröffneten wir trotz Müdigkeit den Besucherreigen bei Bernardos Bruder Pablo, der seinen 40. geburtstag hatte und uns mit Sushi und anderen Leckereien Willkommen hieß.

Am Freitag ging es dann in den Parque de la Costa, DEN Vergnügungspark in Buenos Aires, der etwas eine Stunde von zu hause entfernt lag. Verblüfft und gleichzeitig lachend betrachtete ich an einer Bahnstation die vielen Banner die unseren geschätzten Freund Mao samt rotem Stern und in Kontakt mit seinem Volk sah, ich wusste nicht wie diese Kunstwerke da hin gekommen waren, aber anscheinend stellte nur ich mir diese Frage, mein Vater Bernardo sah das ganz gelassen. Der Vergnügungspark barg dann wundervolle Attraktionen, zwei riesige Achterbahnen die Luciano und ich gefahren sind, natürlich in dem wir uns beim Hochfahren fragten warum wir das denn überhaupt tun müssten und als die Fahrt vorbei war fragten: "nochmal?" Der Rest der Familie hat das von unten mit Bewunderung angesehen, mit leandro sind wir dann mehrmals eine kleine Spaß Achterbahn gefahren, die wirklich super zum genießen war und nicht aus bloßem Adrenalin bestand. Leandro und ich haben bei der Fahrt gesungen, gewunken, geklatscht ("Hey, hey, hey" "Y Las Manos Arriba Arriba Arriba Arriba!!!!") und konnten uns am Ende vor Lachen kaum halten. Schlimmer kam es noch als wir zu dritt (ich und meine Brüder) ins "Infierno" gegangen sind, als es schon fast zumachte. Das "Infierno" ist so etwas wie eine Geisterbahn zum Laufen, wo die Leute von hinten packen und dich mit ner Kettensäge verfolgen. Beim ersten Mal ist das wirklich beängstigend, doch als wir dann spät zum zweiten Mal ganz alleine durchgingen begrüßten wir die Erschrecker mit "Buh", "Wie heißt du?, "Kann ich deine Nummer haben" und "Komm gib mir fünf!" Die Typen haben das sogar mitgemacht, abgeklatscht und uns mit Schulterklopfer verabschiedet. xD
Um acht Uhr abend begann dann noch eine unglaublich tolle Wasser- und Lasershow mit Feuerwerk, alles mit viel Aufwand vorbereitet, der einen wunderschönen Abschluss für diesen tollen tag gezaubert hat. Kaum zu Hause trudelte schon Gabys Verwandtschaft ein, wir haben Empanadas und Pizza bestellt und einen ruhigen Abend gemacht, ich war früh im Bett. =)
Am Samstagmorgen ging es dann mit Gaby, die froh war endlich mal mit ner Tochter in Ruhe shoppen gehen zu können, auf die Straße Cordoba, die voll von markenoutlets ist. Addiert man den Sommerschlussverkauf stehen am Ende der Gleichung eine geniale, blaue Handtasche und ein Wintermantel den sich das Thereschen von dem Geld ihrer wundervollen und unübertrefflichen Omi gekauft hat. Damit das Schätzecken sich doch was Schönes kaufen kann! :) Am Samstagabend ging es dann auf die Party meines Onkels Pablo, der an nichts gespart hatte und deshalb eine unvergessliche Feier in einer Bar veranstaltet hat. Von exquisiten (first class ;)))) xD) Häppchen über Jongleure und Tanzauftritte zu wildem tanzen (bei dem ich natürlich nicht gefehlt habe ;) xD) war alles dabei. Es waren sogar drei Jugendliche in meinem Alter da, mit denen ich mich hervorragend verstanden und getanzt habe und als sie gingen und ich dachte "jetzt machst du Pause" habe ich einfach weiter mit meinem Papa getanzt. xD Ich hab von reggaeton bis zu den Achtzigern nichts ausgelassen. =)
Um sechs Uhr morgens waren wir dann alle im Bett, entsprechend ruhig ging es dann auch am Sonntag los, wir haben uns irgendwann aufgerafft in den Bezirk ums Planetarium zu gehen, der wie eine grüne Oase ist. Es gibt Lagunen, große Wiesen auf denen Menschen picknicken und kicken, jede Menge Leute mit Skatern oder Rollschuhen oder Skateboard oder Fahrrädern oder.... Einfach ein wundervoller Ort zum Erholen. Uns trieb es dann weiter nach San Telmo, einem der ältesten Bezirke von Buenos Aires. Hier finden sich jede Menge Antiquitätenhandel und natürlich noch mehr Straßenhändler. Das war das erste Mal dass ich etwas auf Touristen ausgelegtes sah, man wurde schneller auf Englisch angesprochen und ich habe sogar Verkäufer von Apfelstrudel gesehn.
Auch das Menü des Restaurants auf dem Hauptplatz in dem wir uns niederließen um etwas zu trinken war übersetzt, und "Spezialitäten" wie Mate und Trotas Fritas wurden zu extrem überzogenen Preisen und auf englisch übersetzt angeboten. Es ist interessant wie sehr ich Argentinierin bin, dass man auf einmal anfängt sofort Touristen zu notieren und über so etwas fast grinsen muss. :) Zum Abendessen ging es wieder zu irgendwelchen Verwandten, immerhin muss man so nicht selbst kochen. =)
Der Montag begann mit einem tollen Wiedersehen. Und zwar habe ich meinen deutsch-argentinischen Flugzeugsitznachbar und Freund Leander wiedergesehen. =) Zusammen haben wir das Teatro Colon besucht, eines der größten Theater Argentiniens und eines der fünf  akustisch besten Theater weltweit. Dieses Theater ist wunder-wunderschön, una belleza wie meine Mama Gaby sagte und als ich auf die kunstvollen Fenster sah, die Stuck verzierten Decken, die mächtigen Marmorsäulen und die rot gepolsterten Stühle konnte ich dem nur zustimmen.
Danach sind wir noch durch das Zentrum geschlendert, haben das eleganteste Hotel in Buenos AIres gesehen, in dem die Prominenz wohnt und haben uns einfach ein bisschen umgesehen. Dann habe ich Leander abermals fest in die Arme geschlossen und schon nahm er den Bus zu sich nach Hause. Aber es war toll ihn wiedergesehen zu haben. Diesmal waren wir früh zu Hause, haben dem Pool zugesprochen, uns umgezogen und sind zu Freunden von Gaby gefahren, die ein köstliches Essen und eines der besten Schokoladeneise das ich je gegessen habe kredenzt haben. Auch da hatten wir einen wirklich schönen Abend, spät ging es dann nach Hause.
Der Dienstag war ganz dem Ausschlafen und Relaxen am Pool gewidmet. Ein Erholungstag von dem ganzen Programm sozusagen. :) So lagen wir am Pool, haben das wunderscöne Wetter genossen, im Wasser geplanscht und getaucht und einfach den Tag gelebt. :) Am Abend bin ich dann mit meiner mama und Luciano in "El Discurso del Rey" (dt.: King's Speech) gegangen, ich war fasziniert von diesem wundervollen Film, den man einfach mal genießen konnte. Colin Firth hat meine Stimme für den Oscar. ;)
Und so gingen wundervolle Tage im tollen Buenos Aires zu Ende, ich wollte am Ende gar nicht mehr weg so sehr habe ich die Großstadt genossen. Allerdings darf man natürlich auch nicht vergessen mit welchen Sicherheitsvorkehrungen alles behandelt wurde, Auto fahrend sollte man die Fenster nur so weit öffnen, dass keine Hand durch passt die reingreifen kann, die Türen immer verschlossen halten und die Handtasche in Körperkontakt haben. Jemand erzählte mir auch dass ihm einmal ein messer von einem Taxifahrer an den Kopf gehalten wurde und ein anderes Mal wurde er von zwei mit Pistolen bewaffneten Männern gezwungen das Auto zu verlassen, damit sie damit davon fahren konnten. Also würde ich nicht gerne in Buenos Aires leben. Zumindest nicht für immer....

Donnerstag, 3. Februar 2011

It's Buenos Aires Baby, It's Buenos Aires

Seit langer Zeit habe ich mich nicht mehr gemeldet, erstens gab es nicht wirklich etwas Spektakulaeres zu erzaehlen und dannbleib noch fuer zwei Wochen das Internet weg. Es kehrte wieder und gestern: Schwupp! War es wieder weg. Ich zaehle zwar zu den Menschen, die auch ohne Internet auskommen aber man merkt doch wie sehr man an Facebook, gmx und Skype gewoehnt ist. Nun nutze ich das Internet in Trelew, ich hatte heute morgen Lust "nach Hause" zu fahren und hier bin ich. :)
Nur fuer einen Nachmittag, aber das habe ich genutzt um mich mal wieder von meiner abuela fuettern zu lassen. Irgendwann wird man die taeglichen Nudeln zum Mittagessen auch Leid. :)
Was gibt es zu erzaehlen? Ich gammele auf hoechstem Niveau am Strand rum, geniesse den Tag und lese, lausche dem Meer oder stuerze mich wie verrueckt in die Fluten. Manchmal komme ich mir wie ein alter verrueckter Seemann vor den nichts erschrecken kann, wenn ich mich als einzige in die Wellenberge werfe. In den letzten zwei Wochen war ich viel mit meinen Freunden zusammen, hab mit ihnen gemeinsam am Strand gelegen, Churros gegessen und Mate getrunken und mein Leben hier in Argentinien genossen.
Mein Cousin hat auch bestaetigt mir das Surfen beizubringen aber bisher habe ich noch keinen Neoprenanzug auftreiben koennen, ich hoffe stark das wird noch was, aber ich bin zuversichtlich. In Argentinien erlernt man die innere Ruhe, frei nach dem Motto: Es wird schon werden. Geht einem manchmal auf den Keks vor allem wenn man wie in diesem  Fall versucht etwas zu erreichen und alle etwas zu gelassen bleiben, aber im Allgemeinen laesst es sich gut damit leben.:)
Letztes Wochenende wurde ich dann mal wieder von starkem Heimweh gepackt, ich habe so sehr meine Familie vermisst, meine Freunde, Ski- und Sommerurlaub, das Alle-Center (ich weiss es klingt etwas bescheuert aber man vermisst nun mal die alltaeglichen Dinge), Nutella, frische Broetchen, deutsches Kino und italienisches Essen. Hinzu kam noch, dass ich mich zum Friseur getraut hatte, der mir fern jeglicher Ansaetze von Geometrie zehn Zentimeter Haare abgeseabelt hat, danach war ich etwas destabilisiert und entsprechend anfaellig fuer Heimweh. Aber nach einer gut durchschlafenen Nacht sieht die Welt immer rosiger aus, das Haar ist schon einen Zentimeter nachgewachsen und sieht nicht mehr ganz so furchtbar aus.
Vor zwei Wochen ist auch mein Bruder Fede nach Stuttgart aufgebrochen, ihm geht es soweit gut, er hat sich schon an die Kaelte gewoehnt und versteht schon ein bisschen mehr :) Das einzige was ihn befremdet ist das Abendessen das typisch deutsch ganz schlicht aus Brot mit Wurst und Kaese besteht. Das kommt mit den Essensmassen hier nicht mit. xD
Das Beste kommt zum Schluss: Am 9. Februar gehts fuer mich eine Woche mit meiner zweiten Gastfamilie, die ich jetzt schon so lieb wie eine richtige Familie gewonnen habe, nach BUENOS AIRES! Richtig. Buenos Aires. Und ich bin schon ganz hibbelig und freue mich diebisch auf diese Woche! =) Das wird genial!
Ich denke ich melde mich erst danach wieder, am Sonntag gehts zu einem Strandausflug Richtung Puerto Piramides, das wird sicherlich auch schoen, Fotos kommen wenn ich endlich wieder NORMALES Internet habe und verzeiht wenn irgendwelche Redewendungen oder Ausdruecke falsch formuliert sind, estoy perdiendo mi alemaaan (dt.: ich verliere mein Deutsch)=)
Also fuehlt euch ganz fest umarmt, ich sende euch argentinische Sonne und ein bisschen Salzwasser auf dr Haut, und ich umarme ganz fest meine liebe Omi, die einfach die beste Omi ist, die es gibt =)